CDU lehnt Einführung eines E‑Scooter‑Leihsystems ab. Die CDU-Fraktion spricht sich klar gegen die Einführung eines E‑Scooter‑Leihangebots in Geesthacht aus. Die Beratungen haben deutlich gezeigt, dass ein solches System derzeit weder verlässlich vorbereitet noch verantwortungsvoll betrieben werden kann. Besonders irritierend war, dass ein gewerblicher Anbieter trotz vorheriger Zusage nicht zur Sitzung erschien und auch auf Kontaktversuche der Stadtverwaltung nicht reagierte. Wer ein Angebot in Geesthacht etablieren möchte, muss zuverlässig und ansprechbar sein, das Gegenteil war der Fall. Die Erfahrungen aus Elmshorn bestätigen unsere Einschätzung. Dort wurde das E‑Scooter‑Angebot nach einer Pilotphase nicht vollständig eingestellt, aber deutlich reduziert, weil die Bilanz überwiegend negativ ausfiel. Weder die tatsächliche Nutzung noch der Mehrwert rechtfertigten den erheblichen Aufwand. Hinzu kamen zahlreiche Probleme mit falsch abgestellten Scootern, die regelmäßig durch die Stadt entfernt werden mussten. Die Kosten konnten zwar später beim Anbieter geltend gemacht werden, der Verwaltungsaufwand blieb jedoch bei der Kommune. Elmshorn sah sich sogar gezwungen, eine zusätzliche Stelle im Ordnungsamt zu schaffen. Ein Aufwand, der für Geesthacht in keinem Verhältnis steht. Auch die Unfallentwicklung spricht eine klare Sprache. Die Polizei Geesthacht berichtete von einem deutlichen Anstieg der E‑Scooter‑Unfälle: von drei Fällen im Jahr 2021 auf 19 im Jahr 2024 und 18 im Jahr 2025. Seit 2023 liegen die Unfallzahlen auf dem Niveau der Fahrradunfälle, obwohl E‑Scooter deutlich weniger genutzt werden. Diese Entwicklung zeigt, dass zusätzliche Risiken entstehen, ohne dass ein erkennbarer Nutzen für die Mobilität in Geesthacht entsteht. Wichtig ist uns zudem die Perspektive der jungen Menschen in unserer Stadt. Mobilität für Schülerinnen und Schüler ist ein zentrales Anliegen, gerade auf dem Weg zur Schule, zu Sportangeboten oder in die Innenstadt. Ein E‑Scooter‑Sharing würde jedoch keinen Beitrag dazu leisten, denn die Nutzung ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Die Altersgruppe, die am meisten von zusätzlichen Mobilitätsangeboten profitieren würde, wäre also vollständig ausgeschlossen. Ein solches System würde an den Bedürfnissen der Jugendlichen vorbeigehen. Hinzu kommt, dass selbst moderne Geofencing‑Systeme die strukturellen Probleme nicht lösen. Auch wenn bestimmte Bereiche technisch gesperrt werden können, bleibt die sogenannte „letzte Meile“ bestehen: Der Weg vom definierten Abstellpunkt bis zum tatsächlichen Ziel muss weiterhin zu Fuß zurückgelegt werden. Für viele Nutzerinnen und Nutzer entsteht dadurch kein echter Mehrwert gegenüber bestehenden Mobilitätsformen. Die CDU kommt daher zu einem klaren Ergebnis: Ein E‑Scooter‑Leihangebot würde der Stadt hohe Kosten, zusätzlichen Verwaltungsaufwand und steigende Sicherheitsrisiken aufbürden, ohne einen echten Nutzen zu stiften. Geesthacht braucht verlässliche und funktionierende Mobilitätslösungen, nicht ein System, das bereits in anderen Städten nur noch eingeschränkt betrieben wird und für unsere jungen Menschen keinerlei Vorteil bringt.
Bild:CDU










































