Stadt Geesthacht soll Strombilanzkreismodell einführen – Antrag erfolgte im Ausschuss für Umwelt & Energie Die CDU-Fraktion hatte im vergangen Jahr im Ausschuss für Umwelt & Energie einen Antrag eingebracht, der die Verwaltung beauftragt, ein umfassendes Konzept zur Einführung eines kommunalen Strombilanzkreismodells für die städtischen Liegenschaften zu erarbeiten. Ziel ist es, die lokal erzeugte erneuerbare Energie effizienter zu nutzen, Kosten zu senken und die Stadt einen weiteren Schritt in Richtung Klimaneutralität zu führen. Das Konzept soll sowohl die städtischen Gebäude als auch bestehende und potenzielle kommunale Erzeugungsanlagen (z.B. Photovoltaik, Windkraft oder Blockheizkraftwerke) einbeziehen. Die Maßnahme wird als Baustein in das Klimaschutzkonzept der Stadt aufgenommen und regelmäßig berichtet sowie fortgeschrieben. Warum ein Strombilanzkreismodell? Mit einem Bilanzkreismodell kann die Stadt lokal erzeugten Strom bilanziell über alle Liegenschaften hinweg nutzen. Überschüssige Energie wird ins Netz eingespeist und innerhalb eines 15‑Minuten‑Zeitfensters anderen städtischen Verbrauchsstellen zugerechnet. Dadurch steigt der Eigenverbrauchsanteil, die Energiekosten sinken und die Kommune wird unabhängiger von externen Strompreisschwankungen. Im Mittelpunkt des Konzeptauftrags stehen unter anderem: • eine detaillierte Bestandsaufnahme der Stromverbräuche, Lastprofile und Kosten aller städtischen Liegenschaften • die Prüfung, in welchen Gebäuden eine Eigenstromproduktion möglich ist • eine Kosten-Nutzen-Analyse zur Umsetzung eines kommunalen Strombilanzkreises • die Darstellung von Ausbaupotenzialen und Prioritätenlisten für zukünftige Projekte • die Einbindung eines Energieversorgers zur Abrechnung • die Prüfung, ob und wie Energieanlagen kommunaler Drittanbieter integriert werden können Die Vorteile im Überblick: • effizientere Energiebeschaffung durch zentrale Steuerung • höhere Nutzung erneuerbarer Energien • deutliche Steigerung des Eigenstromverbrauchs • langfristige Kosteneinsparungen • Stärkung der lokalen Energieautonomie • Reduktion von CO₂‑Emissionen • flexible Skalierbarkeit durch zusätzliche Anlagen und Gebäude Die Umsetzung kann durch kommunale Mittel sowie Förderprogramme von Land, Bund und EU unterstützt werden. Mit dem Antrag der CDU Fraktion setzt die Stadt Geesthacht ein klares Zeichen für eine moderne, nachhaltige und wirtschaftlich sinnvolle Energiepolitik. Das Strombilanzkreismodell bietet die Chance, die Energiewende vor Ort aktiv zu gestalten und die städtische Verwaltung langfristig klimafreundlicher aufzustellen. Der Antrag wurde einstimmig beschlossen und die Vorstellung des Konzeptes im Fachausschuss soll im ersten Halbjahr 2026 erfolgen.
Bild:CDU







































