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CDU fordert Korrekturen beim LKW-Durchfahrtsverbot

eingestellt am 31.08.2010

 

Sven Minge und Christian von Bötticher

Die Geesthachter CDU-Fraktion fordert von Verkehrsminister Jost de Jager Korrekturen beim Durchfahrtsverbot für LKW auf der B 5. In einem Brief an den schleswig-holsteinischen Verkehrsminister Jost de Jager weist der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Sven Minge darauf hin, dass dieses Durchfahrtsverbot in Geesthacht lediglich ab dem Einmündungsbereich der B 404 in Geesthacht in Richtung Osten gelte.

„Damit beginnt dieses Durchfahrtsverbot erst mitten in Geesthacht. In der Konsequenz bedeutet dieses, dass fast alle Anwohner der B 5 in Geesthacht unverändert unzumutbaren Belastungen ausgesetzt sind, da an dem zukünftig für LKW gesperrten Bereich im Zuge der Ortsdurchfahrt Geesthacht in östlicher Richtung nur relativ wenige Menschen wohnen“, kritisiert Minge.

 

In Geesthacht werde der LKW-Verkehr nach den Worten Minges stattdessen auf die B 404 verdrängt. Dieses sei aus Sicht in zweifacher Sicht der Christdemokraten problematisch und nicht akzeptabel. Minge verweist darauf, dass entlang der B 404 in Geesthacht mehr Menschen als am zukünftig für LKW gesperrten Bereich der B 5 in Geesthacht. „Somit werden durch die neue Regelung in Geesthacht mehr Menschen durch Lärm und Abgase belastet als entlastet. Dieses kann doch eigentlich nicht das Ziel verantwortlicher Politik sein“, so Minge

 

Aber auch topografische Gründe würden gegen die angestrebte Lösung sprechen. „Der Richtweg ist recht steil. Aus Erfahrung insbesondere im letzten Winter wissen wir, dass die Lastkraftwagen bei schwierigen Witterungsverhältnissen erhebliche Probleme mit dieser Situation haben. Bergauf bleiben sie liegen und bergab gibt es Bremsschwierigkeiten. Dadurch werden Fußgänger und Radfahrer auf dieser Straße nicht unerheblichen Gefahren ausgesetzt. Und wir sollten nicht vergessen, dass auch viele Schulkinder den Richtweg kreuzen müssen“, sagte Minge.

 

Außerdem befürchtet die CDU, dass aufgrund dieser Regelung der Verkehr in Geesthacht von der A 25 in Richtung Osten oftmals vollständig zum Erliegen kommen werde. Bereits heute staue sich der Verkehr vom Einmündungsbereich B 404/B5 oftmals bis zur A 25 zurück. Diese Situation werde sich verschärfen, wenn Lkws zukünftig inmitten Geesthachts links abbiegen müssen. Angesichts der Gesamtverkehrsbelastung auf der B 5 müssten Lkws den Richtung Westen fahren Kraftfahrzeugen Vorfahrt gewähren. Dazu würden die Lkws angesichts ihres Eigengewichtes deutlich verzögert anfahren. Ein Rückstau mit den damit verbundenen Belastungen für alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner der B 5 sei somit unausweichlich.

 

Eine wirkliche und nachhaltige Entlastung der Geesthachter Bevölkerung vom Verkehr ist nach Auffassung der CDU nur durch die zügige Realisierung der Ortsumgehung möglich. „Die CDU begrüßt natürlich den aktuellen Kinder-Boom im Landesbetrieb Straßenverkehr, Verzögerungen bei der Geesthachter Ortsumgehung dürfen aber nicht die Folge sein“, stellt Minge fest. Er verweist in diesem Zusammenhang auf Presseberichte aus dem Juni diesen Jahres, wonach die Arbeiten sich verzögern würden, da Mitarbeiterinnen des Landesbetriebes Straßenverkehr aufgrund von Schwangerschaften längerfristig ausfallen würden. „Wir bitten Sie deshalb eindringlich, sich für eine zügige Realisierung der Geesthachter Ortsumgehung einzusetzen“, schreibt Minge. „Da mit der Fertigstellung der Ortsumgehung aber erst in Jahren zu rechnen ist, bitten wir Sie außerdem, das Konzept für das LKW-Durchfahrtsverbot für Geesthacht noch einmal zu überprüfen. Wir schlagen vor, das Verbot bereits ab dem Ende der A 25 festzusetzen und den LKW-Verkehr in Richtung Ost bereits von dort auf die A 250 zu lenken“, heißt es abschließend in dem Schreiben an den Minister.

 
 
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